ich

ich über mich und Fäl­schun­gen von mir

Gebo­ren: spä­ter als erwar­tet. Die­se Eigen­schaft habe ich bis heu­te bei­be­hal­ten.
Lesen: mit vier Jah­ren ange­fan­gen, seit­her nicht mehr auf­ge­hört. Zuerst fan­den es alle toll, dass ich so früh schon lesen konn­te. Aber bald hieß es: “Liest du schon wie­der?” und, vor allem beim Mit­tag­essen: “Hör jetzt end­lich auf zu lesen!”
Biblio­thek: mit fünf hat­te ich mei­nen ers­ten Biblio­theks-
aus­weis, seit­her war ich nie mehr ohne.
Schu­le: Ent­täu­schung. Wir beka­men “Das Lese­buch für die ers­te Klas­se”, drei Tage spä­ter hat­te ich es aus­ge­le­sen und woll­te es gegen ein ande­res tau­schen. Die Leh­re­rin nahm es nicht an: “Die­ses Buch wer­den wir das gan­ze Jahr brau­chen.” Das ers­te, was ich in der Schu­le gelernt habe, war das Schwän­zen — damit ich zu Hau­se etwas Inter­es­san­tes lesen konn­te.
Schrei­ben: wur­de inter­es­sant, als wir Auf­sät­ze schrei­ben durf­ten. Ein gro­ßes Ver­gnü­gen und mein ers­ter Schritt zur Schrift­stel­le­rin.
Stu­di­um: da ich Lite­ra­tur und Spra­chen vor Ver­ödung schüt­zen woll­te, wähl­te ich die Phy­sik.
Fach­ge­bie­te: Biblion­au­tin, Fach­frau für flot­tes Flun­kern und Fabu­lie­ren, qon­da Qua­li­fi­ka­ti­ons­trai­ne­rin,
Exper­tin für alles mög­li­che, Lec­tu­rer for Laug­hing Lazy Life
Staats­bür­ger­schaft: da ich einer­seits noch nie die Staats­bür­ger­schaft des Lan­des hat­te, in dem ich gelebt habe, und ande­rer­seits noch nie jemand mei­ne Staats­bür­ger­schaft erra­ten hat, bin ich der bes­te Beweis dafür, dass es sich dabei um ein absur­des Kon­zept han­delt.

Per­sön­li­che Daten 2020:

Anzahl der Tage, an denen ich mei­nen Geburts­tag
gefei­ert habe: 127
Umzü­ge: 20, inner­halb von 30 Jah­ren
Mitbewohner*innen: bis­her 66
Jahr, in dem ich mei­ne ers­te Geschich­te
ver­öf­fent­licht habe: 1974
Lesun­gen: bis jetzt ca 110
Anzahl der Spra­chen, in denen ich Bücher lese: 7
Dienst­al­ter bei der Lebens­hil­fe: 17 Jah­re
Anzahl der Arten ess­ba­rer Wild­pflan­zen
in mei­nem Gar­ten: 47
Din­ge, die ich nie beses­sen habe: Auto, Fern­se­her, Mikro­wel­le, Lip­pen­stift, Rasier­ap­pa­rat
Was ich noch nie geschrie­ben habe:
Arie, Bal­la­de, Rechen­schafts­be­richt, Lexi­kon, Spei­se­kar­te, Bibel
(aller­dings ist Hel­ga Hil­de­gard von den Posau­nen Got­tes gera­de dabei, eine Bibel zu schrei­ben und sie unter mei­nem Namen zu ver­öf­fent­li­chen,
weil sie meint, mei­ne Wie­der­gän­ge­rin zu sein)
Meist­ge­kauf­te Din­ge: Bücher, Stif­te (bis vor drei Jah­ren), Äpfel, Scho­ko­la­de

Beim Schreiben …
(am Klavier mein Adoptiv-Onkel)